Neben Strohhalmen aus Plastik, Einweggeschirr und Verpackungen aus Polystyrol sollen auch die Mengen an Plastikwasserflaschen, die sich im Umlauf befinden, reduziert werden. Dafür ist von Seiten der EU eine Ausweitung des Angebotes öffentlicher Trinkwasserbrunnen geplant. Aber auch Gastronomen in Restaurants und Kantinen sollen dabei mitwirken, indem sie vermehrt Leitungswasser im Restaurant zur Verfügung stellen. Ob sie dies als kostenfreien Service anbieten oder gegen Berechnung, ist ihnen weiterhin freigestellt.

Fest steht aber schon jetzt: Regionaler, praktischer und komfortabler als mit Wasser aus dem Hahn geht es kaum. Allerdings schmeckt den Gästen das Wasser aus der Leitung oftmals nicht. In einigen Regionen weist das Leitungswasser aufgrund eines hohen Kalkgehaltes zudem Schlieren auf. Dafür bietet u.a. Brita eine kleine Lösung mit großem Effekt: Gastronomie geeignete Wasserfilter, die mit Hilfe eines Ionenaustauschers und Aktivkohle das Wasser reinigen und dabei gleichzeitig geschmacks- und geruchsstörende Stoffe reduzieren.

Durch die Verwendung von gefiltertem Leitungswasser sparen Gastronomen bis zu 80% der Kosten, die für Lagerung sowie Transport von Flaschenwasser anfallen würden. Zudem lässt sich die CO2-Emission mit dem System reduzieren. Auch die Produktion von Flaschen und Kisten aus Plastik entfällt. Der Aufwand für die Umstellung ist verschwindend gering, die Vorteile liegen hingegen klar auf der Hand und der Effekt auf die Umwelt ist enorm!

WIEVIEL DARF BZW. SOLLTE LEITUNGSWASSER KOSTEN?

Immer häufiger sieht man, dass Gastronomen Tafelwasser aus eigenen Spendern anbieten. Mit unseren leitungsgebundenen Wasserspendern servieren sie ihren Gästen stilles oder gesprudeltes Wasser aus der ‚eigenen Quelle‘. Durch ihr nachhaltiges und ressourcenschonendes Handeln beweisen sie ihre Verbundenheit mit der Region“, erklärt David Cerny, Vertriebsleiter Wasserspender für Deutschland und Österreich Brita Vivreau GmbH.

Doch was darf oder sollte ein Gastronom für Leitungswasser von seinen Gästen verlangen. Richtlinien gibt es dazu ja keine. In Deutschland kostet der Liter Leitungswasser im Schnitt 0,2 Cent. Üblich für die Gastronomie wäre ein Aufschlag von 300 Prozent, die sich aus anfallenden Gebühren, Personal-, Strom- und Mietkosten ergeben. Jedoch handhabt jeder Gastronom die Preisgestaltung vor allem beim Leitungswasser sehr individuell. Als gut angenommene Praxis bietet sich eine Leitungswasserflatrate pro Person für den gesamten Abend an. Je nach Lokal, Lage und Positionierung des Betriebes liegt diese Flatrate bei durchschnittlich vier Euro. Ein Preis, den die Gäste durchaus zu zahlen bereit sind.

Text: Carina Jürgens