Ein Startup aus Bottrop im Ruhrgebiet bringt den Hofladen mitten in einen der größten Ballungsräume Europas: Die „Green Farmer“ verkaufen auf ihrer Webseite regionale Lebensmittel und liefern sie bis an die Haustür.

„Die Kunden wollen regionale Produkte kaufen und sie möchten genau wissen, wo diese herkommen. Sie wollen kurze Wege, frisch von der Erzeugung an ihre Haustür und das alles zum fairen Preis.“

Sagt Christoph Hüsing, der zusammen mit fünf weiteren Gesellschaftern, die alle einen landwirtschaftlichen Hintergrund haben, das Startup „Green Farmer“ gegründet hat. Seit Ende 2015 verkauft das Sextett über seinen Onlineshop Lebensmittel von Partner-Bauernhöfen aus dem Region und liefern sie innerhalb von Bottrop, Essen und Gladbeck selbst aus, im restlichen Ruhrgebiet und in Düsseldorf per Kurierdienst. Ganz ohne zwischengeschalteten Groß- und Lebensmitteleinzelhandel bieten sie damit den Bauern nicht nur einen neuen Vertriebsweg an, sondern bei den meisten Produkten auch einen deutlich attraktiveren – sprich faireren – Preis als der konventionelle Handel.

ziegenkaese

Ein Produkt aus dem Sortiment: Ziegenkäse vom Hof Sondermann aus Lembeck


Johannes Miermann
ist ebenfalls einer der sechs Gründer und Landwirt in Bottrop-Kirchhellen. Über den Hof der Miermanns wickeln die „Green Farmer“ zurzeit ihre Logistik ab: Zweimal pro Woche Abholung bei den Höfen, bis zu dreimal pro Woche Auslieferung an die Kunden. Durch „Green Farmer“ wird zwischen Bauer und Verbraucher aber nicht nur ein neuer Absatz-, sondern auch ein Kommunikationskanal geschaffen: Kunden können über diesen Weg Lob, Kritik, Verbeserungsvorschläge und Wünsche (zum Beispiel zu neuen Produkten) an den Bauern vermitteln, die aus der Anonymität heraustreten. „Mit Green Farmer wollen wir den Menschen zeigen, wie wir Bauern und Produzenten im Rhein-Ruhr-Gebiet tatsächlich arbeiten. Wir möchten das Vertrauen in die Landwirte vor Ort wiederherstellen“, erklärt Johannes Miermann. Deshalb können sich die Verbraucher auf der Webseite auch ausführlich über die beteiligten Betriebe informieren.

Aktuell kooperiert man mit rund 20 Betrieben und bietet einen breiten Warenkorb von Milch und Käse über Fleisch, Obst und Gemüse bis hin zu Kaffee aus regionaler Röstung und Spirituosen an. Geplant ist eine Expansion in weitere Regionen Deutschlands.

Eine ausführlichen Reportage über das Konzept von „Green Farmer“ gibt es hier.
www.greenfarmer.de